Ein Bericht des Großelterndienstes Berlin: Über Naumburg kommend und nach Weimar weiterreisend, frischte der Berliner Großelterndienst seinen Kontakt mit dem GROSSELTERNDIENST ERFURT auf.

Die Ankunft in der Jugendherberge Erfurt war umwerfend. Elf Erfurter Wunschgroßeltern und Frau Hoyme, Initiatorin der Erfurter Gruppe, hießen uns 18 Berliner Gäste mit Frau Krull an der Spitze  willkommen. Im Seminarraum war die Kaffeetafel von den Erfurtern für uns gedeckt mit einer großen Verführung selbstgebackener Kuchen und dem Tafelschmuck der "Kunstgroßmutter" Frau Schulze, dazu Zweige mit bunten Krepppapierblumen, kleine selbst gebackene Schwäne in den Rändern der Kaffeebecher, ein Minicouvert für jeden mit einem besonderen Willkommensgruß, nämlich 1 Ostpfennig und 1 Westpfennig als "anteilige Reisekosten".
Zwanglos, freundlich, liebenswürdig und offen verliefen die Gespräche spontan zwischen den Erfurtern und den Berlinern, Austausch unserer jeweiligen Erfahrungen, Fotos wurden rumgereicht - ein schönes Willkommen. Auch der Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Erfurt, Herr Schalles, begrüßte uns ganz herzlich.
Nach dem Abendessen traf man sich am eindrucksvollen Domplatz zum Fest "Walpurgisnacht". Leider fing es an zu nieseln, als der Tanz der Hexen und das Feuerwerk losgehen sollten. Der rot gewandete Teufel schwebte über dem Holzstoß, der dann angezündet wurde. Ein guter Rest Berliner und Erfurter vereinigte sich zum Glas Wein im historischen Haus am Markt, das heute das "due angeli" beherbergt. Die Gespräche waren so angeregt und fröhlich, dass man nur ungern aufhören wollte.
01.05. Der nächste Tag brachte einen weiteren Höhepunkt durch die Stadtführung von Frau Kahl, die mit großer Geschichtskenntnis (als ehemalige Mitarbeiterin im Erfurter Denkmalsschutz - und geborene Erfurterin) eine gehörige Portion Begeisterung bei uns allen erwecken konnte. Ein Gedicht war
die Genusspause beim anerkannten Chocolatier, dessen heiße Schokolade man fast essen konnte. Und die kleinen Kuchen! Der Stadtgang war - trotz gegenwärtiger Bauarbeiten - ein wunderbares Erlebnis der Stadtgeschichte des 16. bis 18. Jahrhunderts - Renaissance, Barock, aufs Feinste restauriert. Und wie viel Bürgerengagement hat dazu beigetragen, dass das heute noch zu sehen ist - eine große Freude!
Nachmittags gab es eine weitere freundliche Geste der Erfurter Kolleginnen: eine Führung durch den ega-Park, dieser herrlichen Anlage. Frau M. Rosenberger, die über Jahrzehnte dort gearbeitet hat, berichtete über die Entstehung und Weiterentwicklung dieser herrlichen Anlage. 2021 wird dort die BUGA zu sehen sein. Im Freiland blühten Tulpen, Narzissen, Fuchsien, Stiefmütterchen aller Farben in rot, rosa, gelb, weiss, violett. Pflanzenschauhäuser mit Schmetterlings-, Orchideen-, Kakteenhäusern. Natürlich für uns endend mit der obligaten Thüringer Bratwurst.
02.05. Verabschiedung durch Frau Hoyme mit Hoffnung und Versprechen auf eine baldige Wiederholung unserer gemeinsamen Unternehmungen.